Bei einer Diskussion des Katholikenrates der Diözese Speyer über die Arbeit der kirchlichen Verbände, unter der Leitung des neu ernannten Generalvikars der Diözese Speyer, Peter Schappert, wurden sinngemäß folgende Kriterien erarbeitet:

Ein kirchlicher Verband sollte in gewissen Abständen eine Standortbestimmung vornehmen. Dabei sollte er über seine Arbeit, Methoden und Ziele nachdenken. Seine Arbeit sollte für jeden transparent sein. Er sollte sich Gedanken machen, wie sich der Verband entwickelt und folgende Fragen stellen.

Kriterien für einen kirchlichen Verband:

• Kommen Mitglieder, besonders junge Mitglieder, dazu?

• Ist Aufbruchstimmung oder Resignation?

• Welche Vorstandsstellen sind mit aktiven, kreativen, konstruktiven, kooperationsbereiten, loyalen Leuten besetzt?

• In welchem Umfang und in welcher Qualität sind Zuwendungen eines geistlichen Beirates und die geistliche Unterstützung vorhanden?

• Wo wirken wir als kirchlicher Verband auch in der Seelsorge mit? (Lektoren, Kommunionhelfer, Krankenbesuche, Hilfen und Integration für Randgruppen und Neubürger …)

• Öffnen wir uns für die Welt? Sind wir eine offene Gemeinschaft oder sind wir mehr auf Abgrenzung bedacht? Beschäftigen wir uns fast nur mit uns selbst?

• Wo und in welchem Umfang wirken wir als bekennende Christen in die Gesellschaft hinein? (Weltdienst)

• Wo schlagen wir Brücken von unserer Kirche in die Welt?

• Bauen wir Brücken oder reißen wir Brücken ab?

• Haben wir unseren Auftrag mit dem Auftrag des Bischofs zur Evangelisierung verknüpft?

• Haben wir unseren spezifischen Auftrag, unseren Kernauftrag, erkannt, frei gelegt und bemühen wir uns eine Kompetenz dafür aufzubauen, diesen Kernauftrag zu realisieren?

• Bemühen wir uns geschwisterlich mit den anderen Verbänden zusammenarbeiten?

Wenn wir uns daran messen wollen, haben wir bestimmt noch einige Arbeit vor uns und sind auf viele Hilfen von außen angewiesen.




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