Kolpinggedenktag am 9. Dezember 2006

Nachdem uns die fleißigen Frauen den Nachmittagskaffee serviert und für unsere Esskultur eine gute Adventsdekoration auf den Tischen gestaltet haben, wofür ich, sicher auch in aller Namen sehr herzlich danke, wir miteinander ins Gespräch gekommen, einander begegneten sind, wollen wir nun zum feierlichen Teil des Kolpinggedenktages kommen.

Wir haben diesen Tag schon immer dazu benutzt die Ideen Adolf Kolping für die heutige Zeit neu zu überlegen, uns von diesen Ideen neu inspirieren zu lassen und neue Wege zusuchen. Heute läuft das etwas anders. Wir haben heute ein festes Thema. Das soll uns persönlich etwas bringen. Aber darauf komme ich gleich zurück.

Zunächst begrüße ich Euch nochmals ganz herzlich Pater Sebastian…

1.)Begrüßung: Kolpingbrüder und Kolpingschwestern, Gäste

Besonders: Pater Sebastian, die, die geehrt werden, die Neuaufnahme…



2.) Bevor ich in die Feierstunde einführe, noch einige Informationen:

Zur Verabschiedung unseres Präses haben wir von unserer Kolpingschwester und Künstlerin Barbara Kerner ein Bild der Dahner Kirche malen lassen, Harald hat die Abschiedsrede gehalten und wir haben ihm das Bild als Abschiedsgeschenk überreicht.

Eine 2. Information Über den gesetzten Stolperstein für den Dahner Pfarrer Schwalb.

Aus einer Diskussion heraus über die Opfer des Nationalsozialismus des 3. Reiches von 1933 bis 1945, viele von uns haben es erlebt, wurden verschiedene Gruppen aufgezählt. Es waren besonders Juden. Jeder ist heute noch erschüttert, dass „der Nationalsozialismus“ 6 Millionen Juden umgebracht hat. Es waren auch unschuldige Kinder und Frauen dabei, die nur wegen ihrer Rasseenzugehörigkeit, ohne jegliche Schuldfähigkeit umgebracht wurden.

Trotz dieser Katastrophe dürfen wir nicht die anderen Gruppen der Opfer des Nationalsozialismus vergessen. Ich habe deshalb als Mitglied der Kolpingfamilie vorgeschlagen, auch den von der SA Göllheim so brutal zugerichteten Dahner Pfarrer Jakob Schwalb, er starb an diesen Folgen , nicht zu vergessen Er war Nachfolger des Dekan Rauth und war nur von 1933 November bis Juni 1934 Pfarrer in Dahn. Nach der kurzen Zeit ist er dann an den Folgen der Misshandlungen durch die SA. verstorben. Wer einen Bericht über diese Vorgänge lesen will, der kann dies tun. Hier ist ein Auszug aus der Pfarrchronik der Pfarrei Göllheim.

Für diese Opfer des Nationalsozialismus wurden in Dahn Stolpersteine gesetzt. Auch für den Pater-Ingbert-Naab wurde an seinem Geburtshaus und für viele Juden wurden Stolpersteine gestiftet und gesetzt. Ich habe privat den Stolperstein für den Pfarrer Jakob Schwalb gestiftet. Er wurde vor das Pfarrhaus, auf stadteigenes, nicht auf kircheneigenes Gelände gesetzt, in dem er ja als Dahner Pfarrer gelebt hat. Nachdem ich das für die Kolpingfamilie getan habe, hoffe ich dass alle damit einverstanden sind, zumal ich die 100 Euro privat bezahlt habe.

Eine weitere Information:

Am 1.12.2006 ist unser Kolpingbruder Oswald Ruppert zusammen mit weiteren 18 Kolpingmitgliedern aus der Diözese vom Diözesanverband geehrt worden. Bei der Jahreshauptversammlung hören wir dann mehr.




2.)Einführung in unsere Feierstunde

Impuls: Herr lehre uns beten: Seite 658, 7.11.2006 aus: mit Gott durch das Jahr.

Hinführung zum Thema:

Wir wollen unsere Feierstunde des Kolpinggedenktages 2006 unter das Thema stellen: Persönliches Beten. In dem geistigen Impuls haben wir es gehört und viele von uns wissen um die Kraft des Gebetes.

Es gibt das vorgefasste Gebet, das andere für uns ausgedacht haben, das wir besonders in der Gemeinschaft beten, z.B. auch das Vaterunser, das uns Jesus gelehrt hat.

Es gibt aber auch das persönliche Gebet, das wir heute zum Thema des Kolpinggedenktages genommen haben.

Dazu konnten wir als Referenten unseren Kaplan Pater Sebastian gewinnen, den ich als Referenten nochmals herzlich begrüße und ich danke Ihnen bereits dafür Herr Pater Sebastion, dass Sie trotz der vielen Arbeit, als Vertreter des neuen Pfarrers, der ja erst am 1.Februar 2007 nach Dahn kommt, unsere Einladung als Referent angenommen haben.



Referat: Diskussion

Aufnahme und Ehrung:

Wir haben in diesem Jahr 1 Aufnahme (Christian Stollewerk) und

6 Ehrungen:



25 Jahre:

Otmar Barlang

Burkhart Johann

Friedmann Martina

Adelgund Hengen

Manfred Schreiner


50 Jahre:

Peter Zimmermann

Otmar Barlang ist am 6.12.1981 in die Kolpingfamilie Dahn eingetreten. Seit 1986 ist er ununterbrochen Mitglied der Vorstandschaft. Während seiner aktiven Berufsjahre, hat er sich um den Sachbereich Arbeit und Beruf gekümmert.

In den letzten Jahren hilft er beim Wirtschaftsbetrieb, bei Dekorationen des Saales usw. mit. Vielen Dank für Deine langjährige Treue zur Kolpingfamilie Dahn.


Johann Burkhart ist am 11.11.1981 in die Kolpingfamilie Dahn eingetreten. Damals gab es, glaube ich, noch keine Erstürmung des Rathauses gegeben. Sonst wärest Du zur Aufnahme vielleicht nicht anwesend gewesen. Danke für Deine Treue zur Kolpingfamilie

Martina Friedmann ist am 2.1.1981 in die Kolpingfamilie eingetreten. Du hast auf Diözesanebene einige Gruppenleiterschulungen mitgemacht. Obwohl Du in letzter Zeit nicht mehr aktiv bist, gingst Du unserer Pfarrei nicht verloren. Ich sehe Dich immer wieder bei den jungen Familien und bei der Frauengemeinschaft sowie bei der Volkstanzgruppe.

Vielen Dank für Deine Treue zur Kolpingfamilie.

Adelgunde Hengen, kann leider nicht anwesend sein. Sie wohnt im Altersheim. Wenn die Kolpingfamilie im November jeden Jahres dort einen Besuch macht und mit den Senioren den Rosenkranz betet, freut sie sich über unseren Besuch und betet kräftig mit. Wolfgang und Agnes sagen von uns allen herzliche Grüße und übergeben ihr die Ehrenurkunde

Manfred Schreiner, unser Bürgermeister, ist 1.1.1981 in die Kolpingfamilie Dahn eingetreten. Lieber Manfred, du hast bei uns immer wieder über die aktuelle Ortspolitik referiert. Diese Veranstaltungen waren nicht nur von Kolpingmitgliedern besucht. Darüberhinaus waren immer wieder viele Dahner Bürger anwesend, die sich informiert und Fragen gestellt haben.

Vielen Dank für alles.

Peter Zimmermann.#

Peter, Du bist am 8.5.1956 der Kolpingfamilie Dahn beigetreten und hast ihr nunmehr 50 Jahre die Treue gehalten.

Viele Jahre warst Du unser Vereinswirt, hinten im Sälchen in Eurer schönen Dorfwirtschaft. Viele haben dort schöne Stunden erlebt, Viele dieser Kolpingbrüder leben schon nicht mehr.

Danke

Nachdem wir keinen eigenen Gottesdienst haben können, können wir auch nicht mitgestalten. Unser Lektor, unsere Fürbitten, eine Predigt, die sich mit Adolf Kolping und seinem Werk befasst, wie wir sie zuletzt am Jubiläum von unserem Diözesanpräses gehört haben.

Wir beten zum Abschluss das Gebet der Kolpingfamilie und bilden dann Fahrgemeinschaften für Erfweiler.



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